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© 2008 by Dr. K.E. Schulze, München
letzte Änderung:
 14. April 2008

erstellt von:
www.datenbahn.de

 Dr. K. E. Schulze

 

 

 

Hautarzt

 Bahnhofplatz 5

 

 

 

Allergologie

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Condylomata acuminata

Was versteht man unter Condylomata acuminata?
Es handelt sich um eine besondere Art von Viruswarzen, die auf der Haut und den Schleimhäuten im Genital-, Anal- und Mundbereich auftreten. Der deutsche Name lautet Feigwarzen.

Wie heißt der Erreger?
Humanes Papilloma-Virus = HPV
Er wird von Mensch zu Mensch vorwiegend durch Intimkontakte übertragen.
Andere Übertragungsmöglichkeiten sind: Handtücher, Whirlpool, Schwimmbad, Sauna

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
( Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung)
ab 3 Wochen bis zu mehreren Jahren

Wie sehen Feigwarzen aus?
sehr unterschiedlich: flache hautfarbene Erhöhungen der Haut (Papeln) oder blumenkohlartige oder hahnekammartige Gewächse

Wie stellt der Arzt die Diagnose?
Untersuchung:
der sichtbaren Haut und Schleimhaut
von Scheide und Gebärmutterhals
des Enddarms (Proctoskopie)
der Harnröhre (Urethroskopie)
evtl. Entnahme eines Abstriches und/oder eine Gewebeprobe

Sind die Untersuchungen schmerzhaft?
Nein, gegebenenfalls kann die Untersuchung in örtlicher Betäubung durchgeführt werden (besonders die Harnröhrenuntersuchung)

Welche Laboruntersuchungen sind nötig?
Essigtest
Dabei wird der verdächtige Hautbezirk mit einer stark verdünnten Essiglösung betupft. Nach 5 Minuten können sich die mit dem HPV-Virus befallenen Stellen weißlich verfärben
HPV-Typisierung mittels PCR
Ein Abstrich wird entnommen und in ein Speziallabor versandt.
Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie)

Welche Untersuchungen sind zusätzlich erforderlich?
Da sich die Viren besonders gut auf kranken Schleimhäuten vermehren, sollten immer noch weitere sexuell übertragbare Erkrankungen abgeklärt werden. Bei hartnäckigem und wiederholtem Befall sollte eine Immunstörung, insbesondere ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgeschlossen werden.

Ist die Untersuchung des Partners notwendig?
Ja, ist meistens sehr sinnvoll

Welche Behandlungsmethoden gibt es?
Die Wahl der Methode richtet sich nach dem Ort und der Ausdehung der Viruswarzen.
Betupfen oder Eincremen mit einer podophallotoxinhaltigen Lösung bzw. Creme
elektrochirurgische Abtragung
Behandlung mit flüssigem Stickstoff in mehreren Sitzungen
Lasertherapie
Stärkung der örtlichen Immunabwehr durch Anwendung bestimmter Salben und Gele
Cremes/Salben mit immunmodulierendem Wirkstoff

Sind Rückfälle möglich?
Ja, leider nicht selten (Rückfall = Rezidiv).
Die Behandlung muß so lange wiederholt werden, bis keine Rezidive mehr auftreten.

Kann diese Krankheit geheilt werden?
Ja

Kann die Behandlung durch naturheilkundliche Verfahren unterstützt werden?
Ja. Es kann zusätzlich eine Immunstimulation durchgeführt werden, z.B. mit Thymusdrüsenextrakten.

Warum sollen Condylomata acuminata behandelt werden?
Eine länger bestehende HPV-Infektion kann Krebs auslösen, insbesondere Gebärmutterhalskrebs, Peniskrebs und Analkrebs. Auch aus diesem Grund ist eine vollständige Abheilung bei beiden Partnern wichtig.

Müssen HPV-Erkrankungen dem Gesundheitsamt gemeldet werden?
Nein.

Kann man sich durch Verwendung eines Kondoms oder Femidoms vor der Ansteckung mit dem HPV-Virus schützen?
Ein absoluter Schutz ist nicht möglich; das Ansteckungsrisiko wird jedoch vermindert

Anmerkung
Nicht jeder Mensch, der sich mit dem HPV-Virus ansteckt, bekommt auch sichtbare Feigwarzen. Der Virus "wohnt" nur auf der Haut, kann aber trotzdem an andere Menschen weitergegeben werden. Diese Tatsache spielt bei der Partnerbehandlung eine große Rolle. Hier kann nur durch Immunstimulation die Besiedlung von Haut und Schleimhaut mit dem HPV-Virus beendet werden.
Das Risiko der Entwicklung von Gebärmutterkrebs, Peniskrebs oder Analkrebs kann durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gering gehalten werden (1x jährlich)
Die HPV-Infektion ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit.

Gegen bestimmte Typen von HPV besteht für Frauen/Mädchen die Möglichkeit einer Impfung.
 

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