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Gardnerella vaginalis
Wodurch wird eine Gardnerella vaginalis-Infektion ausgelöst? Sie kommt durch ein Gemisch von verschiedenen Bakterien zustande, die nur unter Sauerstoffausschluss wachsen (Anaerobier). Das Leitbakterium heißt Gardnerella vaginalis, ein kleines Stäbchenbakterium, welches das Enzym Sialidase produziert. Sialidase führt zur Gewebsschädigung und Gewebs-zerstörung. Diese Infektion führt immer zu einer Störung der natürlichen Vaginalflora.
Welche Bezeichnung gibt es noch für diese Erkrankung? Aminkolpitis oder Bakterielle Vaginose
Welche Beschwerden verursacht Gardnerella vaginalis? Frauen: Schmerzen beim Wasserlassen Ausfluss aus der Scheide Unterleibsschmerzen Schmerzen im Enddarm
Männer: Schmerzen beim Wasserlassen Juckreiz und Rötung der Eichel und der Vorhaut Prostataschmerzen Hodenschmerzen Nebenhodenschmerzen Schmerzen im Enddarm und Ausfluss aus dem Enddarm
Welche Komplikationen können auftreten? In der Schwangerschaft kann die Infektion auf das ungeborene Kind übergehen. Es kann zu einer Infektion des Fruchtwassers kommen mit nachfolgender Infektion des Blutes des Kindes, die dann zu einer Hirnhautentzündung des Kindes führen kann). Es kann zu einer Frühgeburt kommen.
Wie kann eine Infektion mit Gardnerella vaginalis festgestellt werden? Frauen: Scheidenabstrich Enddarmabstrich
Männer: Harnröhrenabstrich Untersuchung des Samens (Sperma) Enddarmabstrich
Eine eindeutige Diagnose ist nur durch Anlegen einer Spezialkultur möglich. Diese Untersuchungen sind nicht schmerzhaft.
Wie kann eine Infektion mit Gardnerella vaginalis behandelt werden? Die Erreger sprechen sehr gut auf bestimmte Antibiotika an. Es ist jedoch sehr wichtig, dass die Behandlung kontinuierlich über 10 Tage in der richtigen Dosierung durchgeführt wird, auch dann, wenn zu einem früheren Zeitpunkt Beschwerdefreiheit eintritt.
Eine Woche nach Beendigung der Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung notwendig. Durch diese Untersuchung wird sichergestellt, dass alle Erreger vernichtet wurden. Eine Infektion mit Gardnerella vaginalis kann auch symptomlos verlaufen, d.h. ohne Beschwerden zu verursachen. Sie muss trotzdem behandelt werden, da die Beschwerden zu einem späteren Zeitpunkt auftreten können. Außerdem ist eine sexuelle Übertragung auf den Partner bzw. Partnerin möglich. Deshalb muss in jedem Fall der/die Sexualpartner/in ebenfalls untersucht und mitbehandelt werden, da sonst beim nächsten Sexualkontakt eine neue Infektion stattfindet.
Ist auch eine nicht sexuelle Übertragung möglich? Ja, Whirlpool, Warmbäder, gemeinsam benutzte Waschlappen (Schmierinfektion).
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